Prijon Cruiser 430 und
Robson Maui Expedition
zwei Kajaks aus bayerischer Produktion im Direktvergleich
Stand Sommer 2008 |
Prijon Cruiser 430 ohne Steuervorbereitung |
Robson Maui Expedition mit Skeg |
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Daten:
Länge 430 cm | Breite 68 cm
Gewicht ca
22 kg ( gewogen 22,6 )
Volumen 405 Liter |
Stauraum hinten 110 Liter
Zuladung
ca
140
kg
Luke
110 x 52 cm | Material Hochleistungsthermoplast
Ausstattung: Heckluke mit abgeschottetetem
Stauraum hinten, Schaumkeil vorne ( unsinkbar),
Gepäcknetz auf dem Vorderdeck, verstellbare Rückenlehne,
Tragegriffe Rasterfussstützen, abnehmbarer Sitzpolster, längsverstellbare
Sitzanlage
empf VK Preis EUR 643 ( Preisliste 2008 ) |
Daten:
Länge 373 cm | Breite 71 cm |
Gewicht 24 kg ( gewogen 25,2 )
Volumen 390 Liter |
Stauraum hinten 90 l
Zuladung ca 140 kg
Luke 91 x 51 cm | Material PE linear
Ausstattung: Heckluke mit abgeschottetem Stauraum, Gepäckgummi vorne
und hinten, versenkbares Skeg, verstellbare Rückenlehne, Tragegriffe,
Rasterfussstütze
empf VK Preis EUR 719 ( Preisliste 2008 ) |
der erste Eindruck beim Cruiser 430:
das Kajak macht einen soliden Eindruck und ist sauber verarbeitet.
Die Sitzanlage ist sehr bequem und die Rückenlehne lässt sich im
Sitzen stufenlos einstellen. Der Gepäckraumdeckel ist gross genug
auch für 40 Liter Packsäcke oder Bootswagen.
Die riesige Luke bietet jede Menge Platz auch für kräftigere Paddler. |
der erste Eindruck beim Maui Expdition:
das Kajak sieht ansprechend aus, die Sitzanlage ist
bequem, das Skeg lässt sich vom Cockpit
aus gut bedienen. Lediglich der Gepäckraumdeckel wirkt etwas
klein. |
schon
beim Verladen aufs Autodach zeigt sich ein unerwarteter Gewichtsunterschied
zugunsten des Prijon Cruiser
430.
Das grössere Prijon Kajak ist leichter als der Robson Maui. |
Fahreigenschaften Prijon Cruiser 430:
wie zu erwarten läuft der Cruiser mit 80 kg Paddlergewicht schnell,
lässt sich gut beschleunigen und auch ohne Steueranlage perfekt
geradeaus halten. Das Boot gleitet sehr leise über die Wasseroberfläche.
Wellen von vorbeizeihenden Frachtschiffen verursachen nur wenige
Spritzer am Oberdeck. |
Fahreigenschaften Robson Maui Expedition:
das Kajak läuft mit heruntergelassenem Skeg ordentlich geradeaus,
zieht aber mit hochgezogenem Skeg sofort seitlich weg. Die Bugwelle
links
und rechts ist deutlich zu sehen, die Wendigkeit mit hochgezogenem
Skeg allerdings hervorrragend.
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Paddlergewicht je 80 kg :
Im Direktvergleich
ist der Cruiser deutlich schneller als der Maui, lässt sich
leichter beschleunigen
und läuft
besser geradeaus. Mit hochgezogenem Skeg ist der Maui wendiger, beschleunigt
nach plötzlichen Richtungswechseln aber
sehr langsam.
Paddlergewicht je 95-100 kg:
der Cruiser trägt das höhere
Gewicht ohne merklich langsamer zu werden. Das Fahrverhalten ändert
sich nur geringfügig.
Beim Maui siehts ab 90 kg schon ganz anders aus: das Boot liegt
tief im Wasser, wirft hohe Wellen und lässt sich doch deutlich
mühsamer vorwärts bewegen.
Paddlergewicht 80 kg mit Ausnutzung der Zuladekapazität
140 kg laut Herstellerangabe:
der Prijon Cruiser liegt mit 140 kg auch schon etwas tiefer im Wasser,
läuft
deutlich langsamer und verliert an Wendigkeit. Trotzdem bleibt das
Kajak leicht beherrschbar und der Paddler hat nicht den Eindruck,
sein Boot sei überladen.
Der Robson Maui dagegen ist mit 140 kg eindeutig überladen,
lässt
sich kaum mehr geradehalten und wird extrem langsam, das Fahrverhalten
in Kurven wird durch einen Sogeffekt im hinteren Bereich zur wackligen
Angelegenheit.
Zusammenfassung der Fahreigenschaften:
hier zeigt sich ein deutlicher
Klassenunterschied. Der Prijon Cruiser hat in allen Bereichen die
Nase weit vorne, er
ist schneller mit und ohne Zuladung, lässt sich besser geradeaus
halten, läuft fast geräuschlos und gleichmässiger.
Der Robson Maui ist etwas weniger, dafür deutlich langsamer
und zieht ohne ausgefahrenes Skeg zur Seite. Mit zunehmender Zuladung
wird das Kajak
schwer kontrollierbar. Das Skeg des Test Mauis klapperte unüberhörbar
bei jedem Paddelschlag an seine Seiteneinfassung.
Der Geräuschpegel durch die Wasserverdrängung beim Maui ist relativ
hoch.
Beide Kajaks sind sehr kenterstabil und eignen sich für Anfänger
wie für Fortgeschrittene.
Optik
Der Prijon Cruiser ist nur einfarbig in rot oder mango erhältlich,
den Rosbon Maui gibt es in vielen Farben, einfarbig oder gemischt
Was die Farbauswahl betriftt hat also der Maui eindeutig die Nase
vorn.
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Fazit:
obwohl einige Euro günstiger ist
der Prijon Cruiser in fast allen Bereichen das bessere Kajak und
bietet für 76 Euro (Stand Sommer 2008) weniger auch noch die bessere
Ausstattung. Fahreigenschaften, Bequemlichkeit, Gewicht, Ausstattung,
Verarbeitung
und Material sprechen ganz
klar für den Cruiser.
Nach einigen Testtagen hatte der Maui eine Delle
im Boden die sich seither nicht mehr beseitigen lässt.
Der Sitzkomfort im Cruiser ist auch auf Dauer sehr gut, im Maui
gerade noch akzeptabel.
Der kleine Stauraumdeckel des Maui macht das Zuladen grösserer Packsäcke
fast unmöglich, auch mit Bootswagen kanns Probleme geben.
Die hintere Griffschlaufe ist beim Anheben des beladenen Ausgerissen. |
Prijon Cruiser +/-
+ Schnelligkeit
+ Beschleunigung
+ Kentersicherheit
+ Sitzkomfort
+ Zuladung
+ Gewicht
+ Material und Verarbeitung
+ grosser Stauraumdeckel
+ günstiger Preis
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Robson Maui +/-
+ Kentersicherheit
- Schnelligkeit
- Beschleunigung
- Sitzkomfort
- Zuladung
- Gewicht
- Material
- kleiner Stauraumdeckel
- hoher Preis
- empfindlich gegen Verformungen ( mehr Infos dazu hier )
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